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Mit dem Wunsch, die Erfolge, insbesondere die Start-ups und mittelständischen Unternehmen zu fördern, habe ich mich 2002 als Beraterin und Business-Coach selbständig gemacht. Vorausgegangen waren ein Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und über zwölf Jahre Berufserfahrung im internationalen Finanzgeschäft. Als Beraterin bin ich bei KFW und BAFA registriert, im Verzeichnis der Bundesweiten Gründerinnenagentur(bga) und bei Brainguide jeweils im Expertinnenpool zu finden. Mein besonderes Interesse gilt der digitalen Welt, den neuen Medien und deren Relevanz für Unternehmer/innen. 2005 habe ich mit Unternehmerinnen.org eine Online Plattform für selbständig tätige Frauen gestartet. 2014 ein Buch zum Thema "Crowdfunding" geschrieben. Ich berate, halte Vorträge und gebe Online- und Live-Seminare. Und ich blogge...

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Montag, 28. November 2016

Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren

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Seit Sommer d. J. engagiere ich mich im bundesweiten Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge". In wenigen Tagen, am 1.12. findet in Berlin im Gebäude der DIHK ein erster Netzwerkkongress statt, wo verschiedene Themen der beruflichen Integration erörtert werden.

Die Integration von Geflüchteten kann eine Gewinn für beide Seiten sein. Ich selbst konnte vor einigen Wochen die erfolgreiche Vermittlung eines Elektroingenieurs aus Syrien an einen Berliner Mittelständler, dem Fachkräfte fehlen, begleiten. Daher weiß ich, dass es bei allem guten Willen auf beiden Seiten manche Hürden zu überwinden gilt.

Als Beraterin stelle ich Ihnen gerne mein Knowhow zur Verfügung. Einige Tipps, wie die erfolgreiche Integration von Geflüchteten in den ersten Arbeitsmarkt gelingen kann, möchte ich hier weitergeben. Weitere Informationen finden Sie im Rahmen unserer Netzwerkarbeit. Ich kann alle Unternehmen - egal ob klein oder groß - darum nur ermutigen sich uns anzuschließen.


Sie sind mit einem Flüchtling in Kontakt – wie aber schätzen Sie dessen Ausbildungen und Berufserfahrungen richtig ein? Rechtssicherheit bringt Ihnen hier nur ein offizielles Anerkennungsverfahren der ausländischen Abschlüsse. Dabei überprüfen entsprechend spezialisierte Institutionen die vorgelegten Abschlussdokumente und Ausbildungsinhalte. Vorgeschrieben ist die Anerkennung für den Zugang zu reglementierten Berufen, etwa im Bereich der Medizin und Gesundheitspflege, bei zahlreichen Meisterabschlüssen oder bei Lehrberufen an Schulen.

Mit Hilfe von strukturierten Gesprächen, Probearbeiten oder Orientierungspraktika können Sie sich aber auchselbst ein erstes Bild von den beruflichen und persönlichen Fähigkeiten Ihrer Bewerberin oder Ihres Bewerbers machen.


Folgender Leitfaden kann Ihnen bei der Orientierung helfen.
  1. Schulische Bildung:
    Versuchen Sie durch gezieltes Fragen genau zu erkunden, welche Schulbildung Ihre Bewerberin oder Ihr Bewerberin absolviert hat. Wie viele Schulklassen hat sie oder er absolviert? Um welche Art von Schule handelte es sich? Endete die Schullaufbahn mit einem Abgangszeugnis oder mit einer Abschlussprüfung? Was warenL ieblingsfächer? Wie wäre die Ausbildung ohne Flucht in der Heimat weiter verlaufen?
  2.  Berufliche Bildung und Berufserfahrung:
    Lassen Sie sich dann möglichst genau berufliche Stationen schildern. Wie ist der Berufseinstieg verlaufen? Gab es für den ausgeübten Beruf eine offizielle Ausbildung mit Abschlussprüfung oder wurden Kompetenzen durch Anlernen in der Praxis erworben? Was waren konkrete Aufgabenbereiche? Wie haben sich diese Aufgabenbereiche im Laufe des Berufslebens erweitert? Wie viel Verantwortung für Prozesse, Ergebnisse, Personal und Budgets hat die Bewerberin oder der Bewerber bereits getragen?
  3. Sprache und sonstige Kenntnisse:
    Fragen Sie dann auch zusätzliche Kenntnisse ab, die für die zu besetzende Stelle relevant sein können, etwa IT-Kenntnisse oder Führerscheinklassen. Auch Sprachkenntnisse spielen eine herausragende Rolle.
  4. Praxistest:
    In einem - u. U. mehrtägigen - Praxistest können Sie beobachten, ob die angegebenen Qualifikationen mit den praktischen Fähigkeiten übereinstimmen. Entweder stellen Sie dafür Testaufgaben, oder Sie binden die Bewerberin oder den Bewerber probeweise in einzelne Arbeitsprozesse ein.

Montag, 21. November 2016

Staatlich gefördert: Internationale Markterschließung für kleine und mittlere Unternehmen

Die Angebote an staatlicher Förderung für Unternehmen sind vielfältig und z. T. schwer zu überblicken. Manche Programme sind regional bzw. auf Landesebene anwendbar, andere gelten für das ganze Bundesgebiet.

Ich höre oft, dass Fördertöpfe gar nicht ausgeschöpft werden. Vermutlich liegt das einfach an der Komplexität des Gesamtangebots bzw. daran, dass Unternehmer viel zu viel mit ihrem Kerngeschäft zu tun haben, so dass kaum Zeit für die Beschäftigung mit Förderprogrammen bleibt.

Aus diesem Grunde stelle ich hier auf meinem Blog hin und wieder Förderprogramme vor, die ich für meine Zielgruppe aus dem Mittelstand für interessant erachte. Heute geht es um:

Das Markterschließungsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) 

Wer? Adressaten des sind kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in Deutschland (bis 500 Mitarbeiter), die noch nicht innerhalb von speziellen, branchenbezogenen Exportinitiativen gefördert werden.

Was? Gefördert werden Geschäftsanbahnungsreisen, Markt­erkundungsreisen, Informationsveranstaltungen,
 Informations- und Einkäuferreisen.

Warum? Ziel ist die Unterstützung deutscher KMU bei der Erschließung von Auslandsmärkten.

Weitere Info: Geschäftsstelle für das Markterschließungsprogramm für KMU beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle,Villemombler Straße 76, 53123 Bonn, Telefon: +49 (0)228 615-4290
E-Mail: markterschließung@bmwi.bund.de

Sollten Sie entsprechende beraterische Unterstützung benötigen, können Sie sich gerne an mich direkt wenden. Tel. 030-78006874 bzw. ilona.orthwein@orthwein-beratung.de


Montag, 14. November 2016

Registrierkassen im Fokus der digitalen Betriebsprüfung

Zum 31. Dezember 2016 läuft die 2010 eingeräumte Übergangsfrist ab: Bis dahin müssen elektronische Registrierkassen um- oder aufgerüstet werden müssen, um den "Anforderungen für Aufbewahrung digitaler unterlagen bei Bargeschäften" zu genügen.
Zudem müssen künftig elektronische Registrierkassen über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung verfügen. Das hat das Bundeskabinett im Juli 2016 mit dem "Entwurf eines Gesetzes zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen" beschlossen. Danach müssen die sogenannten "Grundaufzeichnungen" einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet auf einem Speichermedium archiviert werden.

Wer bis jetzt noch nicht gehandelt hat, sollte sich also schleunigst um die Umstellung kümmern. Denn: Wenn formelle oder sachliche Mängel vorliegen, die so wesentlich sind, dass von ordnungsmäßiger Buchführung nicht mehr gesprochen werden kann, darf die Finanzverwaltung die Buchführung verwerfen, d. h. ihre Anerkennung versagen.

Genaue Auskünfte geben die zuständigen Kammern und Verbände, z. B. die IHK Berlin. Hier finden Sie auch nachstehende Erklärgrafik.









Montag, 7. November 2016

Nie wieder Ärger mit dem Finanzamt - so bleiben Sie als Unternehmer flüssig

Leider erlebe ich es in meiner beraterischen Praxis immer wieder, dass Klienten von Abbuchungen oder (hohen) Forderungen des Finanzamts quasi überrascht werden und dann in finanzielle Bedrängnis beraten, aus der leider selbst die Hausbank nicht immer heraushelfen kann. Im Gegenteil: Manchmal werden führen Zahlungsbefehle und entsprechende Maßnahmen des Finanzamtes sogar zu Kontensperrungen - und dann geht gar nichts mehr.


Darum: lassen Sie es am besten gar nicht erst soweit kommen!
Fest steht, Selbständige müssen jede Menge Zahltage im Blick behalten: Die Umsatzsteuervorauszahlung zahlen Sie nach der Gründung zunächst auf jeden Fall monatlich, später eventuell nur noch vierteljährlich oder - in ganz seltenen Fällen - jährlich.

Die Einkommensteuervorauszahlung wird zumeist vierteljährlich fällig. Die Höhe richtet sich nach dem letzten Einkommensteuerbescheid und wird davon ausgehend in vier Teilzahlungen aufgeteilt.

Wenn Sie Personal beschäftigen, kommt noch die Lohnsteueranmeldung auf Sie zu. Diese wird kurz vor Monatsende für den laufenden Monat fällig und verpflichtet Sie als Arbeitgeber, die Lohnsteuer zusammen mit den Arbeitgeberanteilen zur Sozialversicherung einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen.

Je nach Art und Rechtsform des Betriebs gibt es noch die Gewerbesteuervorauszahlung und die Körperschaftsteuervorauszahlung.

Um stets ausreichend Geld für diese Verpflichtungen parat zu haben, empfehle ich meinen Klienten zusätzlich zu einer sorgfältigen Buchführung und Überwachung die Eröffnung eines kostenfreien (Tagesgeld-)Kontos oder einfach eines Unterkontos, auf dem Rücklagen für Steuern gebildet werden können. Das Unterkonto hat den Vorteil, dass hier gleich die Steuern abgebucht werden können. Ein Tagesgeld-Konto, auf dem die Rücklagen angespart werden können, bringt - allerdings nicht in der aktuellen Niedrigzinsphase - zusätzlich einen Zinsertrag, kann allerdings nicht direkt von außen bebucht werden, d. h. Sie müssen jeweils eine entsprechende Umbuchung vor dem Zahltag vornehmen.

Außerdem - und so arbeite ich selbst seit über 13 Jahren unternehmerisch erfolgreich - empfehle ich die Erstellung einer Excel-Tabelle. Sie können für jeden Monat eine Zeile und  je zwei Spalten je Steuerart einrichten. Bei jeder Steuerart tragen Sie in die erste Spalte das Fälligkeitsdatum und in die zweite den Betrag ein, soweit der bereits bekannt ist. So können Sie die Zahllast pro Monat und Quartal leicht ermitteln.

Prüfen Sie mindestens einmal pro Monat, welche Steuern demnächst anfallen und sorgen Sie für entsprechende Liquidität.

Wenn Sie feststehende Summen und Termine haben, können Sie das Ganze mit einem Dauerauftrag verbinden, damit das Geschäftskonto, von dem die Steuern abgehen zum jeweiligen Fälligkeitszeitpunkt eingedeckt ist. Um sich den Überweisungsaufwand zu ersparen und keinen Termin zu verpassen, können Sie Ihrem Finanzamt eine Einzugsermächtigung geben, können die fälligen Steuervorauszahlungen direkt abgebucht werden, ohne dass Sie die Liquidität Ihres Firmenkontos belasten.

Und wenn es doch einmal ganz eng wird? Suchen Sie rechtzeitig das Gespräch mit dem Finanzamt! Vereinbaren Sie z. B. eine Stundung der Steuerzahlung. Gerade bei einem kurzfristigen Engpass ist dieser Weg meist der leichtere und oftmals auch preisgünstigere als einfach das Konto zu überziehen oder bei Ihrer Hausbank um eine Erweiterung der Kreditlinie nachzusuchen.

Wenn es sich allerdings um einen strukturell bedingten Engpass handelt, sollten Sie unbedingt professionelle Beratung in Anspruch nehmen und parallel das Gespräch mit Ihrer Hausbank suchen. Dort sollten Sie die Situation ausführlich darlegen und gemeinsam mit der Bank - und vorzugsweise auch mit Ihrem Berater - Lösungsmöglichkeiten entwickeln.


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